Die Professorin für Technisches Dienstleistungsmanagement am Campus Gütersloh der Hochschule Bielefeld arbeitet damit an einer Schlüsselstelle für den Ausbau der Aktivitäten in Lateinamerika.Prof. Dr. Mariam Dopslaf von der Hochschule Bielefeld ist neue DHIK-Koordinatorin für Mexiko.
Bielefeld (hsbi). Mexiko – das ist Potenzial pur: Das Land mit seinen 130 Millionen Einwohnern, davon die meisten unter 30 Jahren, hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einem internationalen Technologiestandort von Rang entwickelt, konnte unlängst China als Importeur Nummer 1 in den USA ablösen und beherbergt auch wichtige Produktionsstätten bedeutender Unternehmen aus OWL, darunter Dr. Oetker, Beckhoff, Böllhoff und Forvia (ehemals Hella). An der Hochschule Bielefeld (HSBI) pflegen zahlreiche Professor:innen ebenfalls enge Verbindungen in das lateinamerikanische Land. Eine davon ist Prof. Dr. Mariam Dopslaf. Die Professorin für Technisches Dienstleistungsmanagement am Campus Gütersloh der HSBI wurde jetzt zur Gesamtkoordinatorin des Deutschen Hochschulkonsortiums für Internationale Kooperationen (DHIK) für Mexiko gewählt. „Die Nominierung von Prof. Dopslaf hat hochschulpolitisch auf dem Gebiet der internationalen Zusammenarbeit große Bedeutung und ist Zeichen der Anerkennung für ihr erfolgreiches Engagement beim Aufbau von Austauschprogrammen, Summer Schools und Doppelabschlüssen“, so HSBI-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk.
Angehende Ingenieur:innen fit machen für die Arbeit in international agierenden Unternehmen
„Niedrigschwelliges Angebot“: Teilnehmer:innen der DHIK-Winter School 2024 in Monterrey, Mexiko.
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) kommt dem DHIK beim Ausbau der internationalen Hochschulzusammenarbeit mit Ländern in Übersee eine Schlüsselrolle zu. Der Verbund, in dem zurzeit 37 Hochschulen aus dem deutschsprachigen Raum aktiv sind, versucht durch seine Programme, das deutsche Modell der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften mit dem System der Universitäten in Partner-Ländern zu verknüpfen. Es gilt, interkulturelle Kompetenzen zu fördern und insbesondere angehende Ingenieur:innen fit zu machen für den internationalen Fachkräftearbeitsmarkt. „Mexiko darf in diesem Zusammenhang durchaus als Modell für die DHIK-Aktivitäten insgesamt gelten, denn hier konnten schon frühzeitig Austauschangebote entwickelt und Doppelabschlussprogramme lanciert werden“, so Dopslaf, die sich an der HSBI auch maßgeblich für die Erweiterung des Angebots englischsprachiger Studiengänge engagiert hat. Zudem konnten unter ihrer Ägide mittlerweile die Bachelorstudiengänge „Wirtschaftsingenieurwesen“ und „Regenerative Energien“ von der Southern Association of Colleges and Schools (SACS) als Doppelabschlussprogramm mit dem Tecnológico de Monterrey akkreditiert werden. Die Technische Hochschule in der Millionenmetropole nahe der texanischen Grenze steht im Hochschulranking Mexikos auf Platz 1 und verfügt über ein Netzwerk von insgesamt 26 Campus im ganzen Land.
Über die Doppelabschlussprogramme hinaus hat auch die Teilnahme von HSBI-Studierenden bei Summer und Winter Schools in Mexiko mittlerweile Tradition. Dopslaf: „Diese zweiwöchigen Kurzformate helfen, Berührungsängste abzubauen und sorgen dafür, dass die Studierenden von ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen ihre traditionelle Skepsis gegenüber einem Auslandsaufenthalt abbauen, der ihnen später auf dem Arbeitsmarkt Wettbewerbsvorteile bringt.“ Neben Mexiko ist das DHIK zurzeit in China, Indien und Südafrika mit Austauschprogrammen erfolgreich vertreten. In ihrer Eigenschaft als DHIK-Gesamtkoordinatorin für Mexiko will Dopslaf nun auch versuchen, Strukturen in weiteren lateinamerikanischen Ländern aufzubauen, darunter Brasilien. (lk)