Neuer interdisziplinärer Wirtschafts-Master bereitet auf Aufgaben an den Schnittstellen von BWL und Technologie vor
Der neue Masterstudiengang Business Innovation & Technology bereitet auf eine Tätigkeit an den Schnittstellen von BWL und Technologie in mittleren und großen Unternehmen oder öffentlichen Institutionen vor, etwa im Innovationsmanagement, Inhouse Consulting, Projekt- und Prozessmanagement oder der Digitalen Transformation.
Der neue Masterstudiengang Business Innovation & Technology bereitet auf eine Tätigkeit an den Schnittstellen von BWL und Technologie in mittleren und großen Unternehmen oder öffentlichen Institutionen vor, etwa im Innovationsmanagement, Inhouse Consulting, Projekt- und Prozessmanagement oder der Digitalen Transformation.
Prof. Dr. Ingo Ballschmieter, Lehrgebiet Allg. BWL, insb. Entrepreneurship und Human Resources, hat den neuen Studiengang maßgeblich entwickelt und ist Studiengangsleiter.
Dr. Dorothee Wilm vom Fachbereich Wirtschaft ist im neuen Masterstudiengang für das Modul „Digitales Prozess- und Wissensmanagement“ verantwortlich.
Im Modul „Zukunftsforschung und Trendmanagement“ will Prof. Dr. Rafael Dernbach vom Fachbereich Gestaltung mit den Studierenden Methoden der Zukunftsforschung ausprobieren, Trends beschreiben, Szenarien entwickeln und Narrative analysieren. Das Ziel: „Den Möglichkeitssinn schärfen, um Chancen und Hypes früh zu erkennen und richtig zu bewerten.“
Dr. Fabian Schoden ist spezialisiert auf nachhaltiges und zirkuläres Produktdesign insbesondere im Bereich der Erneuerbaren Energien. Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit an der HSBI arbeitet er als Expert Sustainability bei der Schüco International KG.
Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des HSBI-Hauptgebäudes als Symbol für den Nachhaltigkeitsaspekt im Studiengang: Im Modul „Sustainable Product Development“ wird erforscht, wie Produktentwicklungsprozesse optimiert und gesteuert werden müssen, um nachhaltige Produkte zu gestalten.
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Ob Künstliche Intelligenz, Big Data oder das Internet der Dinge – der dynamische Wandel der Wirtschaft ist häufig technologiegetrieben. Das verändert auch die Anforderungen der Unternehmen an ihre Führungskräfte. Die Hochschule Bielefeld reagiert darauf mit einem neuen Studienangebot: Im Masterstudiengang Business Innovation & Technology (BIT) werden nicht nur fundierte betriebswirtschaftliche Kenntnisse vermittelt, sondern auch ein tieferes Verständnis relevanter Technologien. Dafür setzt der Master auf ein innovatives, interdisziplinäres Konzept und vereint erstmals Expertise aus drei Fachbereichen in einem Studiengang: Wirtschaft, Gestaltung und Ingenieurwissenschaften und Mathematik. Der neue Masterstudiengang Business Innovation & Technology bereitet auf eine Tätigkeit an den Schnittstellen von BWL und Technologie vor.
Bielefeld (hsbi). Der Bedarf ist da. „Unternehmen suchen immer öfter nach Fach- und Führungskräften, die nicht nur das klassische betriebswirtschaftliche Know-how beherrschen, sondern darüber hinaus auch Technologie-Kompetenz mitbringen“, sagt Prof. Dr. Ingo Ballschmieter. Genau diese Fähigkeiten vermittelt ab dem Wintersemester der neue Masterstudiengang Business Innovation & Technology (BIT) an der Hochschule Bielefeld (HSBI) – mit einem innovativen interdisziplinären Ansatz.
Input aus den Fachbereichen Wirtschaft, Gestaltung sowie Ingenieurwissenschaften und Mathematik
Prof. Dr. Ingo Ballschmieter leitet den neuen Master "Business Innovation & Technology".
Ingo Ballschmieter ist Experte für Innovationen und deren Umsetzung in Unternehmen: Der Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit einem Schwerpunkt auf Entrepreneurship und Human Resources leitet auch das Center for Entrepreneurship (CfE), das Gründungszentrum der HSBI, und hat den neuen Masterstudiengang als Studiengangsleiter federführend entwickelt. In vier Semestern werden die Studierenden optimal auf eine Tätigkeit an den Schnittstellen von BWL und Technologie in mittleren und großen Unternehmen oder öffentlichen Institutionen vorbereitet, etwa im Innovationsmanagement, Inhouse Consulting, Projekt- und Prozessmanagement oder der Digitalen Transformation. „Dabei erwerben sie nicht nur fundiertes betriebswirtschaftliches Wissen, sondern lernen auch neue Technologien kennen und anzuwenden. Denn ein tiefergehendes Verständnis von beispielsweise Künstlicher Intelligenz hilft dabei, ihre Bedeutung für die wirtschaftliche Praxis einzuschätzen“, erklärt Ballschmieter.
Damit die Vermittlung von Kenntnissen über den betriebswirtschaftlichen Tellerrand hinaus gelingt, setzt der Studiengangsleiter auf ein innovatives Masterkonzept: „Lehrende aus drei Fachbereichen der Hochschule bringen ihre Expertise als Modulverantwortliche ein: Neben dem Fachbereich Wirtschaft sind auch die Fachbereiche Gestaltung sowie Ingenieurwissenschaften und Mathematik eingebunden.“ Damit wird Interdisziplinarität erstmals konzeptuell in einem Studiengang der Hochschule verankert: „Managementthemen wie Leadership, Consulting oder Nachhaltigkeit kombinieren wir mit Innovationsmanagement, Zukunftsforschung oder Agilität und den aktuell sehr relevanten Technologien wie Künstliche Intelligenz oder Data Science“, beschreibt Ingo Ballschmieter die Besonderheiten des Masterstudiengangs Business Innovation & Technology.
Zukunftsforschung, um Chancen und Hypes früh zu erkennen
Welche Technologien werden in fünf oder zehn Jahren zur Verfügung stehen? Wie wird der Alltag von Menschen dann aussehen? Diese und ähnliche Fragen thematisiert Prof. Dr. Rafael Dernbach im Modul „Zukunftsforschung und Trendmanagement".
Für Prof. Dr. Rafael Dernbach war es keine Frage, ein Modul beizusteuern. Der Professor für Medientheorie am Fachbereich Gestaltung steht im HSBI-Gebäude an der Lampingstraße im großen, leergeräumten Videostudio und scherzt: „Viel Raum für die Vorstellungskraft.“ Dernbach hat sich in Theorie und Praxis ausführlich mit der medialen Konstruktion von Zukünften beschäftigt. „Wer nur kurzfristig denkt oder nur eine Zukunft bedenkt, hat als Organisation schon verloren. Zu rasant verlaufen heute gesellschaftliche und technologische Entwicklungen.“ Welche Technologien werden in fünf oder zehn Jahren zur Verfügung stehen? Wie wird der Alltag von Menschen dann aussehen? Was werden diese Menschen brauchen und wollen? Im Modul „Zukunftsforschung und Trendmanagement“ wird Dernbach mit den Studierenden verschiedene Methoden der Zukunftsforschung ausprobieren und systematisch Trends beschreiben, Szenarien entwickeln und Narrative analysieren. Das Ziel: „Den Möglichkeitssinn schärfen, um Chancen und Hypes früh zu erkennen und richtig zu bewerten.“
Nachhaltige Produktentwicklung und zirkuläre Wertschöpfung
Nachhaltigkeit ist längst mehr als nur ein Trend – sie ist zu einem zentralen Thema geworden, insbesondere in Unternehmen. „Nachhaltigkeit ist kein optionales Extra, sondern muss von Beginn an integraler Bestandteil des Produktentwicklungsprozesses sein“, sagt Dr. Fabian Schoden. Zusammen mit Prof. Dr. Jan Robert Ziebart, Professor für Konstruktionslehre am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik, hat der Elektroingenieur das Modul „Sustainable Product Development“ entwickelt. Schoden ist spezialisiert auf nachhaltiges und zirkuläres Produktdesign insbesondere im Bereich der Erneuerbaren Energien, er führt auf’s Dach des Hauptgebäudes der HSBI. Zwischen den Modulen der Photovoltaik-Anlage erläutert er die Inhalte seines Studiengang-Moduls: „Wir entwickeln Produkte mit einem klaren Fokus auf ökologische, wirtschaftliche und soziale Verantwortung.“ Im Rahmen des Moduls erforschen wir, wie Produktentwicklungsprozesse optimiert und gesteuert werden müssen, um nachhaltige Produkte zu gestalten. Schoden kann dabei exklusiven Input aus der Praxis liefern: Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit am Institut für Technische Energie-Systeme (ITES) der HSBI arbeitet er als Expert Sustainability bei der Schüco International KG. Er ist überzeugt: „Ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und zirkulär designte Produkte sind die Grundvoraussetzung für zukünftige Wirtschaftstätigkeiten – im Rahmen dieses Masters werden wir gemeinsam Lösungen entwickeln!“
Dr. Fabian Schoden (1. von rechts) lehrt im Modul "Sustainable Product Development".
Digitales Prozess- und Wissensmanagement: unentbehrlich für Unternehmen in der digitalen Transformation
Dr. Dorothee Wilm wird nach dem Cross-Teaching-Ansatz eine Fallstudie gemeinsam mit dem Modul ‚Datenmanagement‘ durchführen, bei der ein für Unternehmen typisches Prozessgestaltungsprojekt von Fachabteilung und IT-Abteilung simuliert wird.“
Wie solche Entwicklungsprozesse – aber auch alle anderen wissensintensiven Prozesse in Unternehmen – optimal gestaltet und gesteuert werden können, darum geht es im Modul „Digitales Prozess- und Wissensmanagement“, für das Dr. Dorothee Wilm verantwortlich ist. „Digitales Prozess- und Wissensmanagement ist eine zentrale Aufgabe des Managements von Unternehmen in der digitalen Transformation“, so Wilm. Sie vertritt die Professur für Personalmanagement am Fachbereich Wirtschaft und hat vor allem das Zusammenspiel von technologischen, personalen und organisationalen Faktoren im Blick: „Ein Prozess sollte so optimiert werden, dass er einerseits das Potenzial der zugrundeliegenden Technologien maximal ausschöpft und andererseits zugleich den Handlungsweisen aller Beteiligten und den strategischen Zielen des Unternehmens bestmöglich dient.“ In diesem Anspruch steckt ein Spannungsverhältnis. Wie damit umzugehen ist, erarbeitet Wilm mit den Studierenden in einem innovativen und hochschulintern prämierten Cross-Teaching-Ansatz: „Wir werden eine Case Study gemeinsam mit dem Modul ‚Datenmanagement‘ aus der Wirtschaftsinformatik durchführen, bei der ein für Unternehmen typisches Prozessgestaltungsprojekt von Fachabteilung und IT-Abteilung simuliert wird.“
Bewerbung ab 1. Juni möglich
Mit der interdisziplinären Ausrichtung bietet der Masterstudiengang BIT den Studierenden eine besonders umfassende Qualifizierung. „Wer kaufmännisch orientiert ist und eine Affinität für neue Technologien mitbringt, wer sich für Innovationen begeistern kann und Lust auf Führungsaufgaben in mittleren und großen Unternehmen hat, für den oder die ist der Studiengang optimal geeignet“, sagt Prof. Dr. Ingo Ballschmieter. Das Bewerbungsverfahren startet am 1. Juni 2025. Bewerben können sich Personen mit einem Bachelorabschluss der Betriebswirtschaftslehre, eines wirtschaftswissenschaftlich kombinierten oder eines technischen Studiengangs.